Hodsoll McKenzie – Bridge | eine Kollektion die Brücken schlägt

Hodsoll McKenzie hat schon immer eine Brücke geschlagen zwischen Geist und Gefühl, zwischen Großbritannien und den USA, seinem größten Absatzmarkt, wie auch zwischen dem klassisch britischen Stil und dem internationalen Zeitgeist. Mit dem Thema „Bridge“ konzentriert sich die Kollektion für 2019 auf diese starken und nur scheinbar gegensätzlichen Wurzeln von Hodsoll McKenzie.

Hodsoll_Collage_1Hierfür gehen wir zurück in das Großbritannien der 30er Jahre, als die voranschreitende Industrialisierung eine vollkommen neue Ästhetik hervorbringt. Durch die Vereinfachung der Formen für die Serienproduktion entsteht ein nie dagewesener minimalistischer Stil und Funktion avanciert zur Quelle von Schönheit. Auf der anderen Seite befürchteten Designer, Architekten und Künstler damals den Niedergang des Handwerks und entdecken tradierte Handarbeitstechniken neu. Britische Webereien, unter anderem Edinburgh Weavers und Warner kooperieren mit Künstlern wie der Bildhauerin Barbara Hepworth oder der Grafikerin Marion Dorn, um mit althergebrachten Mitteln und neuen Maschinen eine ganz neue textile Designsprache zu entwickeln. Währenddessen setzen in den USA Maler wie Mark Rothko oder Milton Avery der damals künstlerischen Vorherrschaft französischer Maler ein ganz eigenes Farbverständnis entgegen. Der schnörkellose und dennoch feinfühlige angelsächsische Stil der britischen und US-amerikanischen Designer und Architekten, wie etwa Frank Lloyd Wright und Gilbert Rohde revolutioniert derweil die Inneneinrichtung weit über die eigenen Landesgrenzen hinaus und prägt unter anderem, was wir heute unter dem Begriff der Moderne verstehen.

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Hodsoll McKenzie überträgt mit „Bridge“ dieses Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation auf das Wohnen der Gegenwart. So wurden mit SEAGRAM natürliche Materialien mit einem starken Gespür für traditionelles Handwerk gefertigt und in modernen Farben interpretiert, von mutig bis dezent und immer elegant. Für TRIPLET und KINGSWOOD hat man historische, typisch britische Drucke den Bedürfnissen der heutigen Raumgestaltung angepasst. Der Dekostoff HEPWORTH greift mit einem dezenten Fil Coupé die kubistischen Dessins einer Barbara Hepworth auf und für VERMONT wurde der klassische Fischgrat auf erfrischende Weise aufgebrochen. Der einfache Deko FALLINGWATER und der Halbtransparent PAINTED DESERT legen gezielt ihre natürliche Leinenstruktur frei, während HOLLYHOCK und TORCELLO in der Tat noch von Hand gewebt werden. Farblich bleibt die Kollektion der klassischen Palette von Hodsoll McKenzie treu, mit großem Augenmerk auf helle und weiche Farben – von Wassertönen, über luftige Blaunuancen hin zu neutral-erdigen Naturtönen, akzentuiert sie aber mit kräftigen und warmen Farben wie Senf und Terracotta und einem frischen Agavengrün, inspiriert von der Landschaftsmalerei eines Avery und den urbanen Flächen eines Rothko. Damit schlägt die Kollektion Bridge in jeglicher Hinsicht eine Brücke zwischen Gestern und Morgen wie auch zwischen der Gemütlichkeit britischer Landhäuser und der urbanen Coolness US-amerikanischer Metropolen.

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„Als wir im Westen Deutschlands auf dieses wunderschöne Herrenhaus „Steinfunder“ aus dem 16. Jahrhundert stießen, wussten wir sofort, dass dies ein toller Ort für unser erstes Fotoshooting für Hodsoll McKenzie unter neuer Leitung sein könnte – nicht zuletzt wegen seines britischen Stils. Der Giebel des Fachwerkhaus ist durch eine Treppe mit einem Wassergraben verbunden, in dem zwei Schwäne leben. Der gepflegte Buchsbaumgarten führt zum nahe gelegenen Wald und flüstert Geschichten über Liebe, Herzschmerz, Tapferkeit und Dynastien. Es war jedoch die lebendige Mischung der Opulenz des Gebäudes und dem schlichten, fast klösterlichen Interieur, das uns überzeugt hat. Die Kombination aus britischer Gemütlichkeit sowie aristokratischer Kühle faszinierte uns vom ersten Augenblick an. Diese – nur scheinbar – widersprüchlichen Stimmungen sind genau das, wofür Hodsoll McKenzie steht.“

Fredericke Winkler, Designerin von Hodsoll McKenzie, erzählt in einem kurzen Interview mit Design Centre London über ihre neue Kollektion, wie wichtig ihr natürliche Materialien sind und wie das Design Centre, Chelsea Harbour, sie immer wieder inspiriert.

Zum Video geht es hier: Right Here, Right Now with Fredericke Winkler

 

 

 

 

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