Von der Idee bis zum Stoff – Hinter den Kulissen von Zimmer + Rohde Teil 2/3

Nachdem es im ersten Teil unserer dreiteiligen Mini-Serie um das berühmte weiße Blatt Papier ging, das es zu Beginn einer Kollektionsentstehung mit Inspirationen und Themen zu füllen gilt, geht es in Teil II nun um die richtige Farbwahl der bereits kreierten Designs.

Auch bei der Farbwahl der Designs lassen sich die Designer durch Kunst, Mode und Natur inspirieren

Welche Farbkomposition bringt ein Muster am Besten zur Geltung und wie viele Entwürfe werden am Ende tatsächlich umgesetzt?

Nachdem die ersten kreativen Schritte in Richtung neuer Kollektion getan sind, die Design-Themen feststehen und die Entwürfe skizziert sind, geht es für das Kreativ-Team und Chefdesigner Stefan Gabel vor allem darum Entscheidungen zu treffen: Wie groß soll ein Motiv auf dem Stoff dargestellt werden, welche Farben definieren den Zeitgeist, in wievielen Colorits wird der Stoff umgesetzt, was wird zur Musteranfertigung geschickt und welche Designs final in das Zimmer + Rohde Sortiment aufgenommen? Um diese Entscheidungen zu treffen bedarf es viel Vorstellungskraft, Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Voraussetzungen, welche die Designer der Zimmer + Rohde Kollektionen mitbringen.

Bei der Farbzusammenstellung ist Vorstellungsvermögen gefragt

Bei der Farbauswahl der Garne spielen Inspiration, Erfahrung und Vorstellungskraft eine große Rolle

Die unterschiedliche Farbigkeit der Kett- und Schussfäden, welche Senior Designerin Anja Jores auf dem Foto oben auswählt, sollen den Stoff später wie ein Aquarell-Gemälde aussehen lassen. Um diesen Effekt zu erzielen, beschäftigt sich Anja Jores mit Fragen wie: Wie mischt sich Blau mit Türkis und Rot, wenn alle drei Garnfarben zu gleichen Anteilen im Gewebe vermischt werden?

Steht das Design muss entschieden werden, welche Farben in die Kollektion aufgenommen werden.

Hat sich das Designteam auf Farbnuancen und -Kombinationen festgelegt, werden die ersten Musterstücke gewebt. Anschließend werden hunderte von Farbvarianten gesichtet, bewertet und für passend oder unpassend für die aktuelle Kollektion befunden. Manche Farbkombinationen sehen fantastisch aus, trotzdem passen sie nicht in das Bild der aktuellen Kollektion. Auch trotz langjähriger Erfahrung, lässt sich ein Ergebnis nie hundert Prozent voraussehen und es gibt immer wieder Überraschungen. „Enttäuschung und Begeisterung liegen teilweise sehr nah beieinander“, verrät Chefdesigner Stefan Gabel.

Das fertige Produkt in den Händen zu halten bleibt für die Designer, auch nach Jahren in diesem Beruf, ein Highlight.

Ein besonderer Moment: Wenn aus einer Idee ein Stück Stoff wird

Ein besonderer Moment ist es, wenn nach Monaten der Kreation und Design-Entwicklung die ersten größeren Metragen ankommen. Doch auch dann ist der Prozess der Produkt-Entwicklung noch nicht abgeschlossen. Was folgt sind diverse Qualitäts- und Farbtests. Stimmt die Farbigkeit mit dem der Prototypen überein? Fühlt sich das Gewebe gut an? Stimmt die Qualität? Erst wenn all diese strengen Tests für bestanden erklärt wurden, wird die endgültige Produktion für Musterbücher und Showroom-Muster freigegeben.

Wo diese stattfindet und auf was dabei besonderen Wert gelegt wird, erfahren Sie in Teil III unserer Mini-Serie über die Kollektionsentstehung bei Zimmer + Rohde.

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