DIE ANFÄNGE DES UNTERNEHMENS – 120 JAHRE ZR TEIL 1/7

Im ersten Teil unserer Onlineserie möchten wir euch mitnehmen zur Gründung und den ersten Jahrzehnten von Zimmer + Rohde, damals Marx & Rohde – und euch damit den ersten Teil der Firmen-Ausstellung unseres Jubiläumsevents näher bringen. Ein kleiner Teil der Ausstellung wird übrigens aktuell in unserem Showroom im Headquarter Oberursel präsentiert.

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Es war im Dezember 1899, als die Firma Marx & Rohde, die später Zimmer + Rohde heißen sollte, von Ernst Rohde und Max Marx gegründet wurde. Das Unternehmen begann als reiner Textilhandel und konnte schnell zahlreiche Kontakte in ganz Europa aufbauen.

Trotz einer drohenden Wirtschaftskrise bezog das internationale Unternehmen 1906 größere Geschäftsräume und schaffte es auch unter den schwierigen Umständen seine Geschäftsbeziehungen langfristig auszubauen. Bereits in der Krise um 1906 war Marx & Rohde so profitabel, dass verschiedene Banken Sicherheiten in Form von Aktien anboten.

Die zu vertreibenden Stoffe waren extrem aufwendig verzierte, mit Hand bestickte oder gewebte Exemplare, unter anderem das Lampas-Gewebe. Durch diese kostbare Webart entstanden opulente Blumenmuster und Ornamente, welche Einrichtungen und Dekorationsstoffen Reiz und Prestige verliehen. Die beiden Gründer reisten zu Beginn noch persönlich, teilweise zwei bis drei Monate am Stück, um die edel mit Hand bestickten und anspruchsvoll verzierten Stoffe zu präsentieren. Ab den dreißiger Jahren reisten Prokuristen im Auftrag der beiden Inhaber. Die Exporte gingen zu dieser Zeit hauptsächlich in die Osteuropäischen Länder.

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Im Jahre 1919 tritt Georg Zimmer, nach der Hochzeit mit Ernst Rohdes Tochter, in das Unternehmen ein. Sechs Jahre später wird er als Geschäftspartner von Max Marx Teil der Geschäftsleitung und knüpft vor allem neue Kontakte ins Ausland. Im Jahr 1933 stirbt Max Marx, kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Kurz darauf soll auf Befehl der Machthaber der jüdische Name Marx aus dem Firmenname verschwinden. So wird der Firmenname in Zimmer + Rohde geändert.

Die Folgen des Zweiten Weltkriegs zwingen das Unternehmen zu einem Neuanfang. Nach dem Tod seines Vaters Georg Zimmer, übernimmt Horst Zimmer die Leitung des Familienunternehmens, nachdem er 1945 in das Unternehmen tritt.

Horst Zimmer, der Vater des jetzigen Geschäftsführers Andreas Zimmer, konnte mit seiner gewinnbringenden Persönlichkeit sehr viel für das Unternehmen und dessen Beziehungen nach außen tun. Mit seiner aufgeschlossenen Art verfügte er über die außergewöhnliche Fähigkeit, Menschen zu motivieren. Unschätzbar waren diese Fähigkeiten im notwendig gewordenen Prozess der Neuorientierung des Unternehmens.

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Erfahre im nächsten Teil unserer Onlineserie wie es mit Zimmer + Rohde in den 50er und 60er Jahren weiterging, wie Taunus Textildruck gegründet wurde und was der Künstler Janosch mit Zimmer + Rohde zu tun hat.

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